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Thomas und Rüdiger - Zwei starke Sportsmänner
Man trifft immer wieder neue Mitfahrer
Natur...
...soweit...
...das Auge reicht...
Detmolder Freunde...
...verabschiedet man besonders...

Weserrunde 2014: Thorstens Bericht vom 260 Kilometer Ritt an der Weser!

Die "Große Weserrunde" (www.weserrunde.de) fand am 6.9.2014 bereits zum fünften mal statt.
Ich nahm mit meiner Teilnahme in diesem Jahr bereits zum vierten mal in Folge daran teil.
Mittlerweile hat die Veranstaltung einen festen Platz in meinem Jahreskalender.

Das liegt unter anderem an der sehr schönen Landschaft entlang der Strecke und am Streckenkonzept das Andreas Tolksdorf, der ursprüngliche Initiator dieser Veranstaltung, entworfen hat.
Verschiedene Streckenlängen stehen zur Auswahl, es ist noch während der Fahrt möglich zu entscheiden welche Länge man radeln möchte.
Es gibt Stempelstationen und Verpflegungsposten.
An bestimmten Punkten ist es vorgesehen, die Weser eher als beim 150 Kilometer Wendepunkt in Hannoversch-Münden zu queren und den Heimweg anzutreten.
Insgesamt kommen so vier Strecken zwischen 150, 200, 250 und 300 Kilometer in die Auswahl.

In diesem Jahr habe ich zusammen mit Christian Strupp, einem Marathon Kollegen aus Dortmund, eine Ferienwohnung in Rinteln gebucht. 800 Meter zu Start/Ziel und komfortabel eingerichtet. Radlerherz was willst du mehr!
Am Freitag, nach der Ankunft, lud das Wetter noch zu einem schönen Stadtbummel ein. Wir liessen es uns gut gehen und füllten die Kohlehydratspeicher mit Leckereien auf.

Christian ging am Samstag 45 Minuten nach mir an den Start, da er eine kürzere Strecke fahren wollte.
Ich stand zusammen mit der tempoharten Meute um Thomas Kneuper, Rüdiger Weigel und dem RTF365.de Team in Startgruppe 1 um 6:30 Uhr am Start.
Wer mit den Kollegen in einer Gruppe steht muss wissen: Es wird zügig gefahren!
Im letzten Jahr bin ich die 200 Kilometer Runde gefahren, dieses Jahr sollten es 300km oder 250km werden.
Ich war flexibel, kannte die Strecke sehr genau und freute mich auf die Tour.
Wir starteten bei Nebel, die Temperaturen ließen aber auch am morgen schon kurz/kurz zu.

Die Lokomotiven nahmen vorne ihre Position ein und der Express nahm Fahrt auf.
Für mich ist das so lange erträglich wie es flach bleibt. Höhenmeter fahre ich, wenn es sein muss auch länger, aber alles in meinem Rhytmus.
Die ersten 50 Kilometer bis zur ersten Pausenstation vergingen bei dem angeschlagenen Tempo wie im Flug.
Danach sind immer wieder kleine Wellen eingesträut die mir meine Grenzen aufzeigen. Bei dem angeschlagenen Tempo habe ich keine Chance
so auf 250 oder 300 Kilometer anzukommen.

Durch viele Marathon-Fahrten über diverse Strecken bis 600 Kilometer kann ich mittlerweile sehr genau einschätzen was
ich dauerhaft leisten kann, und was nicht. Nach 60 Kilometer verabschiedete ich mich bei den Mitfahrern und entschied mich auf 250 Kilometer zu fahren.
Das war eingeplant und ich wusste das ich eine schöne Strecke und einen schönen Tag vor mir hatte.
Man fährt bei der 300 Kilometer Variante nur unwesentlich mehr Höhenmeter als bei der 250 Kilometer Strecke. Rund 2000 sind es insgesamt.
www.gpsies.com/map.do

In Holzminden, nach 75 Kilometern, traf ich an einem Verpflegungsposten die Detmolder Rennradfreunde um Frank Hofmann und Dieter Zoremba.
Ich kenne sie, wie viele andere, durch ihre Teilnahme an Burning Roads. Sympathische Sportler mit richtig Dampf in den Waden,
die immer einen Flachs auf Lager haben.
Gerne bin ich in ihrer Gruppe mitgefahren. Nach einer Weile merkte ich aber auch dort, das ihr angeschlagenes Tempo nicht optimal für mich
ist. Die Detmolder sind auch keine Schleicher, ich ließ sie ziehen, wusste ich doch das sie auf 300 Kilometer aus waren.
Es war also klar das wir uns auf dem Rückweg wiedersehen, wenn sie auf mich auffahren.

Das schöne an der Weserrunde: Man fährt nie lange alleine. Nach der Verpflegungsstation in Beverungen bei Kilometer 100 steht der erste,
richtige "Kracher" auf dem Programm. Die Auffahrt auf den Solling. Mehrere Kilometer lang mit nicht ganz unerheblicher Steigung.
Bei der Einfahrt in den Berg fuhr ich auf einen Liegeradfahrer auf. Lieger sind am Berg meist etwas langsamer, ich kam sein Tempo gut mit und
wir konnten etwas reden. Er erzählte mir von seiner Teilnahme bei einem über 3000 Kilometer langen Brevet in Russland und einem sehr schweren Unfall der ihm
200 Kilometer vor dem Ziel passierte. Gott sei Dank ist er wieder auf den Beinen und kann wieder Radsport betreiben.
In der Abfahrt trennten sich dann wieder unsere Wege, dort sind die Liegen schneller.

Bei Gieselwerder überquerte ich dann die Weser und machte mich auf den Rückweg. Ich überschlug kurz ob ich die Jungs auf der 300er Runde nun bereits vor oder noch hinter mir habe. Immerhin hatten sie 50 Kilometer mehr zu fahren bis zu dem Punkt. Wie sich später herausstellte waren sie bereits durch...die schnellsten hatten nach 300 Kilometern einen 32,5 er Schnitt auf der Uhr!

Ich fand aber schnell Anschluss an verschiedene Gruppen, es rollte perfekt. Das Wetter und die Strecke waren ein Genuss.
Bei Kilometer 200 stand ich dann in Polle an der letzten Verpflegungsstation vor dem Ziel.
Dort traf ich unter anderem die Detmolder Jungs und viele andere Bekannte wieder.
Da die letzten 50 Kilometer gespickt sind mit drei langen, fiesen Anstiegen beschloß ich etwas eher loszufahren um nicht ganz ins Hintertreffen zu geraten.
Auf den folgenden Kilometern sah ich also auch alle wieder an mir vorbeiklettern und man verabredete sich noch schnell zum Bierchen am Ziel.

Um 19:45 Uhr erreichte ich wieder Rinteln. Bis auf die ersten 50 Kilometer bin ich moderat gefahren und habe mich darauf konzentriert die Fahrt zu geniessen und einfach eine schöne Zeit zu haben. Für die 260 Kilometer habe ich incl. aller Pausen 13h 15 min. benötigt und bin noch entspannt im Hellen angekommen.
Das ist nicht schnell aber es war für mich das passende Tempo an diesem Tag.

Auch bei der 4. Teilnahme ist es nicht langweilig geworden, im Gegenteil. Dadurch das ich die Strecke immer besser kenne habe ich viel mehr Zeit mich auf andere Sachen zu konzentrieren. Und bekannte Gesichter sieht man auch überall!

Da die Organisatoren der Weserrunde immer schon sehr frühzeitig die neue Terminierung bekanntgegen weiß ich schon jetzt, was ich am
5.9.2015 machen werde!

Vielen Dank allen Beteiligten für die top Organisation dieser schönen Runde!


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© 2010 Thorsten Stening • www.burningroads.de • Stand: Oktober 2010 • Impressum